Zinsen, Inflation, Aktien: Was bringen die US-Jobdaten heute
Als Anleger sollten Sie heute besonders aufmerksam sein. Denn heute ist ein wichtiger Tag für die Börsen. Heute werden die monatlichen US-Arbeitsmarktdaten (diesmal für Januar 2025) gemeldet.
Diese werden mit Spannung erwartet, da sie wichtige Hinweise auf den Zustand der US-Wirtschaft und auch in Bezug auf die Entwicklung von Inflation und Zinsen liefern. Was erwarten die Börsianer?
Zinsen, Inflation, Aktien: Was bringen die US-Jobdaten heute?
Analysten prognostizieren einen Anstieg der Beschäftigung um etwa 150.000 bis 170.000 Stellen, bei einer stabilen Arbeitslosenquote von 4,1 %. Sollten die tatsächlichen Zahlen diese Erwartungen in etwa erfüllen, könnte dies das Vertrauen in die wirtschaftliche Stabilität stärken und die Aktienmärkte positiv beeinflussen.
Stärkere Beschäftigungszahlen könnten jedoch auch die Inflationserwartungen anheizen, was zu Spekulationen über mögliche Zinserhöhungen der Federal Reserve führen könnte. Dies könnte wiederum Druck auf die Anleihemärkte ausüben und die Renditen steigen lassen. Das wiederum würde auch Aktien, Gold und Bitcoin nach unten ziehen.
Andererseits könnten schwächere als erwartete Arbeitsmarktdaten Befürchtungen über eine Abschwächung der Wirtschaft hervorrufen, was die Aktienmärkte belasten könnte. In einem solchen Szenario könnten Anleger auf sichere Häfen wie Staatsanleihen, Gold und neuerdings auch Bitcoin ausweichen, was die Preise dieser Anlagen steigen lassen würde.
Gold, Bitcoin, Aktien: US-Arbeitsmarkt entscheidet über die Richtung
Bei den Aktien dürften dann eher die defensiven Sektoren (Versorger, Gesundheit und Dividendenaktien) profitieren, während Wachstums- und Technologiewerte leiden könnten.
Insgesamt werden die heute Nachmittag (MEZ) kommenden Arbeitsmarktdaten eine entscheidende Rolle dabei spielen, die Erwartungen der Marktteilnehmer hinsichtlich der zukünftigen Geldpolitik und der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung zu formen.
Auf jeden Fall erwarte ich eine starke Kursbeeinflussung am heutigen Tag und womöglich noch bis zu Beginn der nächsten Woche. Erst danach könnten die Märkte wieder zur Tagesordnung übergehen. Richten Sie sich als Anleger daher besser auf eine kurzfristig erhöhte Volatilität ein.