Warten auf Trumps Zollhammer

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Nachdem die Märkte gestern einen kräftigen Satz nach oben machten, drückt heute wieder die Unsicherheit auf die Stimmung. Die Anleger scheinen sich zurückzuhalten, denn aus den USA drohen neue Zölle. Werfen wir einen Blick auf die aktuelle Lage:

Internationale Märkte: Vorsichtiges Agieren

Nach der gestrigen Kurserholung scheint die Party am deutschen Aktienmarkt vorerst vorbei zu sein. Der DAX wird vor Börsenstart mit einem Minus erwartet. Anleger harren der Dinge, denn heute könnte es an der Zollfront zur Sache gehen. Aus diesem Grund dürften die Umsätze am Vormittag erst einmal gering sein.

Auch international herrscht Zurückhaltung. Asiatische Börsen fanden keine klare Richtung, und die US-Aktien-Futures zeigen sich ebenfalls wenig euphorisch. Die Wall Street hatte sich gestern immerhin noch mit Hilfe der Tech-Giganten in den Plusbereich gerettet. Der Nasdaq 100 legte 0,82 % zu, während der S&P 500 um 0,38 % stieg. Beim Dow Jones reichte es hingegen nur für ein Mini-Minus von 0,03 %.

Unternehmensnachrichten: Von Highflyern und Bruchlandungen

Nicht bei allen Werten halten sich die Anleger zurück: Der Modekonzern PVH (u.a. Calvin Klein, Tommy Hilfiger) konnte sich in New York über ein Kursplus von 18 % freuen. Solide Zahlen und ein optimistischer Ausblick haben den Anlegern offenbar gefallen. Weniger glücklich dürfte man hingegen bei Johnson & Johnson sein: Die Aktie rauschte um 7,6 % in die Tiefe, nachdem ein US-Richter die Insolvenz eines Tochterunternehmens abgelehnt hatte. Diese Insolvenz sollte dazu genutzt werden, um Krebsklagen wegen Babypuder des Konzerns zu beenden.

In Deutschland sorgt Varta für Schlagzeilen. Der Batteriehersteller, der nicht mehr an der Börse gelistet ist, hat seine Restrukturierung abgeschlossen und steht mit Porsche und Investor Michael Tojner als neue Eigentümer vor einem Neuanfang. Doch die Vergangenheit lastet schwer: Hohe Schulden, Sparmaßnahmen und Managementfehler haben dem einstigen Vorzeigekonzern zugesetzt.

Autokonzerne können sich hingegen über gute Verkaufszahlen in den USA freuen. Volkswagen steigerte seinen Absatz im ersten Quartal um 7,1 %, während BMW um 3,7 % zulegte. Besonders stark nachgefragt waren Elektroautos, die bei BMW um 26,4 % wuchsen.