Alcoa: Helfen dem Aluminium-Hersteller Trumps Zölle?

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Donald Trump hat Strafzölle in Höhe von 25 Prozent auf alle Aluminium-Importe verhängt. Betroffen sind davon in erster Linie Hersteller aus Kanada, Brasilien und Mexiko. Ziel ist es angeblich, die US-Industrie und die dortigen Arbeitsplätze zu schützen.

Funktioniert das MAGA-Projekt mit Zöllen?!

Aluminium zeichnet sich durch hohe Festigkeit, Korrosionsbeständigkeit und eine gute elektrische und thermische Leitfähigkeit aus. Daher ist es ein vielseitig, einsetzbares Material, das in der Elektronikfertigung, in der Luft- und Raumfahrt sowie bei Verpackungen sehr geschätzt wird. Die US-Industrie importierte bislang rund 40 Prozent des dort verwendeten Aluminiums.

Ein wichtiger Kostenfaktor ist die energieintensive Produktion, sodass es zumindest bislang günstiger war, in Ländern mit besonders niedrigen Energiekosten zu produzieren und erst die höherwertige Fertigung in den oben genannten Industriezweigen in den USA stattfinden zu lassen.

Alcoa-CEO: 100.000 US-Arbeitsplätze in Gefahr!

Ausgerechnet Bill Oplinger, der Boss des größten US-Aluherstellers Alcoa meldete sich nun mit der Warnung zu Wort, dass die Trumpschen Zölle bis 100.000 Arbeitsplätze in den Vereinigten Staaten gefährden könnten, davon 20.000 in der Branche selbst. Alcoa betreibt Produktionsstätten nicht nur in den USA, sondern auch in mehreren anderen Ländern wie Kanada, Island und Australien.

In jüngster Zeit wurde die Produktion innerhalb der USA aufgrund steigender Energiekosten reduziert. Die eingeführten Sonderzölle bieten nach Unternehmensangaben keinen ausreichenden wirtschaftlichen Anreiz, um bereits geschlossene Werke wieder in Betrieb zu nehmen.

Unternehmensentwicklung Aloa Corp. | Quelle: aktienscreener.com

Die relativ hohen Energiekosten im Heimatland tragen dazu bei, dass Alcoa bei Umsatz, EBIT und Gewinn nicht vorankommt. Die Prognosen sind angesichts der Rahmenbedingungen mit Vorsicht zu genießen.

Alcoa Corp. (ISIN US0138721065) – 1 Jahr im Tageschart | Quelle: aktienscreener.com

Übergeordnete Seitwärtsbewegung bei der Alcoa-Aktie

Angesichts der genannten fundamentalen Entwicklung ist es wenig überraschend, dass das Wertpapier auch charttechnisch nicht vorankommt. Nach dem Kursrutsch im vergangenen Dezember hängt es unter dem derzeit immer noch fallenden 50er-EMA fest. Auch die Bärenflagge, die sich nach dem 4. März formiert hat, ist meist ein Vorzeichen für fallende Kurse. Somit lässt das aktuelle Chartbild momentan eher auf Verkaufssignale warten. Bullisches Momentum wäre ab circa 35.80 USD zu erwarten.

Fazit

Rein in die Zölle, raus aus den Zöllen – Donald Trump ist immer für Überraschungen gut! Es wäre nicht das erste Mal, dass er Maßnahmen kurzfristig wieder korrigiert. Bei Ihren Trades sollten Sie sich nicht auf die Aussagen von Politikern verlassen, sondern auf die Charts!