Top-Insidertransaktionen der Woche
Heute berichte ich Ihnen wieder über auffällige Aktientransaktionen von Vorständen oder renommierten Hedgefonds. Denn wer sollte die zukünftige Entwicklung in den Firmen besser beurteilen können als die Vorstände oder Großaktionäre, die ganz nah am Puls der Zeit sind?
Aktientransaktionen dieser Personen können Ihnen wichtige Informationen liefern. Besonderen Informationsgehalt haben dabei die Aktienkäufe. Das hat einen einfachen Grund: Während es für Verkäufe vielfältige Gründe (z.B., dass ein Manager auch Liquidität für private Verpflichtungen benötigt) gibt, dürfte hinter massiven Aktienkäufen vor allem eines stecken: Die Intention Geld zu verdienen.
Anbei finden Sie drei Unternehmen, die in der vergangenen Woche durch interessante Insidertransaktionen aufgefallen sind:
Asana
Eine skurrile Entwicklung gab es zuletzt beim Softwareunternehmen Asana. Der Rücktritt des Gründers und Vorstands Dustin Moskovitz löste kürzlich einen Kurssturz der Aktie aus. Diesen wiederum nutzte Moskovitz, um seinen Aktienbestand weiter aufzustocken. Bei Kursen zwischen 12,91 und 14,02 Dollar sammelte der Firmeninsider 675.000 Aktien ein. In Summe hatten die Käufe einen Gegenwert von über 9,1 Millionen Dollar. Insgesamt hält Moskovitz damit nun 21,2% aller Firmenanteile.
Asana ist ein Softwareunternehmen, das eine cloudbasierte Plattform für Projektmanagement und Team-Kollaboration anbietet. Das Geschäftsmodell basiert auf einem Freemium-Ansatz, bei dem Nutzer die Basisversion kostenlos nutzen können, während Unternehmen und größere Teams für erweiterte Funktionen in kostenpflichtigen Plänen zahlen. Asana generiert Einnahmen durch Abonnements, die skalierbare Workflows, Automatisierungen und Integrationen für Unternehmen jeder Größe ermöglichen.
Für das laufende Geschäftsjahr erwartet Asana Umsätze von 782 bis 790 Millionen Dollar (+8% bis 9% Wachstum).
Portillo‘s
Beim Fast-Fook-Konzern Portillo‘s gab es den ersten Aktienkauf eines Firmeninsiders seit mehreren Monaten. Der Director Jack Hartung erwarb 72.500 Aktien zum Preis von 12,82 Dollar je Anteil. Entsprechend lag das gesamte Kaufvolumen bei 929.450 Dollar.
Portillo’s ist eine US-amerikanische Restaurantkette, die sich auf Hot Dogs, italienische Beef-Sandwiches und andere klassische amerikanische Fast-Food-Gerichte spezialisiert hat. Das Geschäftsmodell basiert auf einem Mix aus stationären Restaurants mit Drive-Thru, Catering-Services und Online-Bestellungen, um verschiedene Kundenbedürfnisse zu bedienen. Portillo’s generiert Einnahmen durch den Verkauf von hochwertigen, frisch zubereiteten Speisen und setzt auf eine starke Markenbindung sowie Expansion in neue Märkte zur Wachstumssteigerung.
Im Schlussquartal sank der Umsatz des Unternehmens um 1,7% auf 184,6 Millionen Dollar. Unter dem Strich schrieb Portillo’s schwarze Zahlen und erzielte einen Nettogewinn in Höhe von 12,4 Millionen Dollar.
Victoria’s Secret
Nach dem Kursrücksetzer Anfang März wittert ein Großinvestor offenbar eine Gewinnchance bei der Aktie des Unterwäsche-Konzerns Victoria’s Secret. Der Investor BBRC International PTE sammelte über 1,51 Millionen Aktien auf. Bei Kaufkursen zwischen 16,52 und 17,32 Dollar betrug das Transaktionsvolumen über 19,5 Millionen Dollar. Durch die Zukäufe erhöhte BBRC den Aktienbestand um rund 20% auf 9,25 Millionen Aktien. Das entspricht rund 11,7% aller ausstehenden Aktien.
Victoria’s Secret verfolgt ein Geschäftsmodell, das auf dem Verkauf von Dessous, Bademode, Nachtwäsche und Kosmetikprodukten basiert, wobei das Unternehmen eine Vielzahl von Vertriebskanälen nutzt, darunter stationäre Einzelhandelsgeschäfte, E-Commerce-Plattformen und Kaufhauspartnerschaften. Die Marke setzt auf eine starke Marketingstrategie, die Markenbotschafter, Influencer-Kooperationen und aufmerksamkeitsstarke Modenschauen umfasst, um ihre Produkte zu bewerben und die Markenbekanntheit zu steigern
Im letzten Berichtsquartal erreichte der Konzern einen Umsatz von 2,1 Milliarden Dollar (+1%). Gleichzeitig verbesserte sich der Nettogewinn um 6,6% auf 193 Millionen Dollar.