Insidertransaktionen der Woche
Heute berichte ich Ihnen wieder über auffällige Aktientransaktionen von Vorständen oder renommierten Hedgefonds. Denn wer sollte die zukünftige Entwicklung in den Firmen besser beurteilen können als die Vorstände oder Großaktionäre, die ganz nah am Puls der Zeit sind?
Aktientransaktionen dieser Personen können Ihnen wichtige Informationen liefern. Besonderen Informationsgehalt haben dabei die Aktienkäufe. Das hat einen einfachen Grund: Während es für Verkäufe vielfältige Gründe (z.B., dass ein Manager auch Liquidität für private Verpflichtungen benötigt) gibt, dürfte hinter massiven Aktienkäufen vor allem eines stecken: Die Intention Geld zu verdienen.
Anbei finden Sie drei Unternehmen, die in der vergangenen Woche durch interessante Insidertransaktionen aufgefallen sind:
Sirius XM Holdings
Bei dem Satelitenradiokonzern Sirius XM Holdings hat das Orakel von Omaha, Warren Buffett, seine Beteiligung weiter ausgebaut. Seit Ende Januar erwarb der renommierte Großinvestor über 2,3 Millionen Aktien. Bei Kaufpreisen zwischen 22,79 und 23,71 Dollar betrug der Gesamtwert der Zukäufe rund 54 Millionen Dollar. Nach den Käufen hält Buffett über seine Investmentgesellschaft 119,77 Millionen Aktien des Unternehmens, was rund 38% aller Anteile entspricht.
Sirius XM hat ein Abonnement-basiertes Geschäftsmodell, bei dem Kunden monatliche Gebühren für den Zugang zu exklusiven Satellitenradio- und Streamingdiensten zahlen. Das Unternehmen kooperiert eng mit Automobilherstellern wie Ford und Toyota, um seine Dienste vorinstalliert in Neufahrzeugen anzubieten, was rund 70 % der Neuwagen in den USA abdeckt. Neben Abo-Einnahmen generiert Sirius XM Erlöse durch Werbung, Hardwareverkäufe (z. B. Radios) und Lizenzvereinbarungen mit Autoherstellern. Das Unternehmen investiert zudem in digitale Plattformen, um Streamingdienste und personalisierte Hörerlebnisse über Apps und Smart Devices auszubauen.
Für 2025 erwartet das Management einen Umsatz von 8,5 Milliarden Dollar und ein bereinigtes Vorsteuerergebnis (EBITDA) von 2,6 Milliarden Dollar.
Adobe
Bei dem US-Softwarekonzern Adobe gab es ebenfalls einen signifikanten Zukauf. Der Director David Ricks erwarb 2.250 Aktien bei einem Kurs von 443,98 Dollar. Entsprechend betrug der Gesamtwert der Käufe 998.946 Dollar. Mit der Transaktion erhöhte Ricks seinen Aktienbestand um 82% auf 4.984 Anteile.
Adobe setzt auf ein Abonnement-basiertes SaaS-Modell, bei dem Kunden über Creative Cloud, Document Cloud und Experience Cloud Zugang zu Softwaretools für Kreativprojekte, Dokumentenmanagement und Marketinglösungen erhalten. Durch die Umstellung von Einmalkäufen auf ein Abo-Modell im Jahr 2013 sichert sich das Unternehmen wiederkehrende Einnahmen und bindet Kunden langfristig an die stetig aktualisierte Software.
Im letzten Berichtsquartal steigerte Adobe den Umsatz um 11,1% auf 5,61 Milliarden Dollar. Das bereinigte Ergebnis lag mit 4,81 Dollar 14 Cent über den Erwartungen der Wallstreet-Analysten.
Ashland
Bei dem US-Unternehmen Ashland wittern gleich zwei Firmeninsider Kurspotenzial und haben Aktienkäufe getätigt. Bei Kursen von rund 64 Dollar legten sich der Vorstand Guillermo Novo und der Senior Vice President Alessandra Assis 34.444 Aktien zu. Entsprechend lag der Gesamtwert der Käufe bei knapp über 2,2 Millionen Dollar.
Ashland ist ein globaler Anbieter von spezialisierten Additiven und Inhaltsstoffen für Branchen wie Pharmazie, Kosmetik, Lebensmittel und Lackherstellung. Das Unternehmen generiert Umsätze durch den Verkauf hochwertiger Produkte wie Polymere für Tablettenbeschichtungen, Hautpflege-Inhaltsstoffe und umweltfreundliche Lösungsmittel.
Im letzten Quartal musste Ashland einen Umsatzrückgang um 14,4% auf 405 Millionen Dollar ausweisen. Unter dem Strich stand ein Verlust von 165 Millionen Dollar in den Büchern des Konzerns.