Crash an den Börsen? Der Zollstreit
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In diesen Tagen hält Donald Trump die Welt in Atem. Der US-Präsident hat mit Strafzöllen gegen Mexiko, Kanada und China erste Maßnahmen getroffen, die teuer werden könnten. Die EU soll als nächste Wirtschaftsregion büßen – und droht mit harten Verhandlungen. Hebt Donald Trump die globale Wirtschaft aus den Angeln und müssen Sie nun besonders vorsichtig sein?
Die Zölle sind Instrument – für weitere Deals
Ich bin weit davon entfernt, Donald Trump verteidigen zu wollen, allerdings sind die Motive für die Vorgehensweise recht deutlich. Er nutzt das harte Schwert der Zölle, um politisch zu erpressen. Kanada und Mexiko hat er bereits zum Einlenken gebracht, Mexiko möchte mit 10.000 Soldaten die Grenzen absichern. Die Zölle gegen Kanada und Mexiko wurden zunächst ausgesetzt.
China verhält sich zudem auffallend ruhig, auch wenn das Land schon Gegenmaßnahmen ergriffen hat. Die Zölle von 10 % auf Handelswaren sind zudem niedriger als befürchtet. In wenigen Tagen oder auch Wochen soll ein Telefonat zwischen Chinas Staatschef Xi und Donald Trump stattfinden. Beide Seiten bringen sich zunächst schlicht in Stellung – und wollen dealen.
Die Zölle haben für China sicher einen Effekt, der allerdings noch nicht ausufernd ist. China wird zudem unterstellt, Trump bei seinen „Fehlern“, so die Erwartung, gegenüber westlichen Handelspartnern gerne zuzusehen.
Auswirkungen werden überschaubar sein
Die Auswirkungen werden bis dato und auf absehbare Zeit insgesamt überschaubar sein. Jedenfalls sehen wir an den Aktienmärkten noch keine Änderungen, die massiv wären. Die Börsen werden aktuell volatiler, das heißt schwankungsstärker sein. Die Globalisierung wird allerdings nicht abgeschafft.
Viele Crash-Kommentare gehen aktuell davon aus, dass die Welt in den wirtschaftlichen Abgrund stürzt. Das ist selbstverständlich nie grundsätzlich auszuschließen, ist aber erkennbar aktuell nicht die Absicht von Donald Trump, China oder auch der EU. Lassen Sie sich also von den zahlreichen Kommentaren oder von einzelnen schwachen Tagen an den Börsen nicht abschrecken.
Wenn Sie nicht direkt einzelne Aktien kaufen wollen, um das Risiko aktuell zu reduzieren oder jedenfalls nicht auszubauen, erwerben Sie einfach Sparpläne. Der S&P 500, den ich vor kurzem als ausgezeichneten Index vorgestellt habe, ist dafür ideal. Zumindest steigt das Barometer langfristig immer weiter – ein Ende ist nicht in Sicht.
S&P 500 – Langfristig gibt es keine Krisen- WKN A0AET0 – ISIN US78378X1072
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Quelle: https://fundamental.aktienscreener.com/visualizations/US78378X1072/XNYS/sp-500