Init: Profiteur der Infrastruktur-Investitionen
Heute dominieren an den Börsen erneut rote Vorzeichen. Verantwortlich dafür ist nach wie vor die wachstumsfeindliche Zoll-Politik von Donald Trump und jüngst auch Inflationsdaten aus den USA, die die Aussicht auf weitere Zinssenkungen durch die US-Notenbank Fed trüben.
Blicken wir jetzt auf ein Unternehmen, das sowohl mit der Aktienkursentwicklung als auch mit der operativen Performance glänzt. Die Rede ist von Init, einem deutschen Digitalisierungs-Spezialisten unter anderem für den Öffentlichen Personen-Nahverkehr (ÖPNV).
Seit Jahresbeginn steht bei der Init-Aktie trotz der jüngsten Nebenwerte-Korrektur ein deutliches Plus von rund 14% zu Buche. Und es spricht viel dafür, dass der Aktienkurs weiter ansteigen kann.
So hat das Unternehmen vor wenigen Tagen einen positiven Ausblick für das laufende Jahr veröffentlicht und sollte überdies noch von den geplanten milliardenschweren Infrastruktur-Investitionen profitieren. Zunächst aber ein Blick auf das Geschäftsmodell:
Das Geschäftsmodell von Init
Die 1983 als Universitäts-Spin-off in Karlsruhe gegründete Init SE ist eines der weltweit führenden Unternehmen im Bereich Verkehrstelematik. Init entwickelt, konstruiert, produziert und vertreibt Telematikkomponenten, Telematiksysteme und elektronische Zahlungssysteme für Busse und Bahnen.
Des Weiteren führt das Unternehmen die Installationen der Telematiklösungen durch und passt diese an die Bedürfnisse der Kunden bzw. an vorhandene Drittsysteme an. Init deckt die Wertschöpfungskette von der Planung über die Entwicklung (Soft- und Hardware), die Produktion, die Installation/Integration (modulare Hard- und Softwarekomponenten) bis zur Wartung der Systeme ab.
Top-Zahlen für 2024
Init konnte den Umsatz 2024 um glatt 26% auf 265,7 Mio. Euro steigern. Damit wuchs das Unternehmen sogar noch stärker als erwartet. Das operative Ergebnis (EBIT) wuchs um 16,7% auf 24,5 Mio. Euro. Der Höhepunkt des Geschäftsjahres 2024 war jedoch der Auftragseingang, der förmlich durch die Decke ging. Er wuchs um 92,3% von 225 auf 423,8 Mio. Euro.
Aufgrund des erfreulichen Geschäftsverlaufs schlägt der Vorstand daher auch der für den 22. Mai 2025 geplanten Hauptversammlung eine Erhöhung der Dividende von 0,70 auf 0,80 Euro je Aktie vor.
Positiver Ausblick für 2025
2025 steht für die Init im Zeichen der Verbesserung der Profitabilität. Mit der operativen Gewinnmarge (EBIT-Marge) des Jahres 2024 (9,2%) ist der Vorstand nicht zufrieden. Im laufenden Jahr soll mindestens die Marke von 10% erreicht werden.
Gestützt auf den Rekordauftragsbestand von über 384 Mio. Euro (Vorjahr: 175 Mio. Euro) will Init zudem erstmals beim Umsatz die 300-Mio.-Euro-Marke übertreffen. Beim EBIT sollen es erstmals mehr als 30 Mio. Euro werden. Perspektivisch will das Unternehmen pro Jahr um 10 bis 15% wachsen.
Wachstumstreiber sind weiterhin die Digitalisierung und der Einsatz künstlicher Intelligenz (KI) in den Nahverkehrssystemen. Ein weiterer Wachstumstreiber: Init dürfte auch von den geplanten Milliarden-Investitionen in die deutsche Infrastruktur profitieren. Schließlich soll ein Teil des Geldes in den ÖPNV fließen. „Es wird mit zunehmenden öffentlichen Investitionen in die Bahninfrastruktur gerechnet, die zusätzliche Wachstumschancen eröffnen“, so das Unternehmen.
Alles in allem ist und bleibt die Init-Aktie für mich ein aussichtsreiches Investment in die Digitalisierung des ÖPNV.