ThyssenKrupp-Aktie: Extrem stark – trotz Trump

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Das Trump-Zollmanöver irritiert die Börsen noch immer. Die Zollandrohung bzw. die Pläne, die ab morgen greifen, sorgen für erhebliche Rückschläge bei Unternehmen wie Nvidia, bei den Tech-Aktien wie Amazon, Apple oder Alphabet und bei zahlreichen anderen Werten. Die Sorgen dürften bei Ihnen groß sein, und dennoch möchte ich Sie beruhigen.

Die Börsen benötigen lediglich feste Rahmenbedingungen und keine täglichen Diskussionen. Die Zollregeln sind am Ende nicht so entscheidend, wie es aktuell den Eindruck erweckt. Die Unternehmen werden sich immer auf die Randbedingungen einstellen. Die Situation erinnert derzeit an die Corona-Zeit: Wer jetzt die Nerven verliert, verpasst einiges oder verkauft zu früh.

Ein Beispiel ist aus meiner Sicht durchaus die ThyssenKrupp.

Hoch bewertet – aber kein Trump-Verlierer!

Zuletzt ist die Aktie wieder auf weniger als 10 Euro gesunken. Damit ist der Titel aus der Sicht von Investoren durchaus getroffen worden, Chartanalysten warnen bereits vor einem weiteren Rutsch.

All das ist nicht ganz richtig. Das Stahlgeschäft von ThyssenKrupp wird unter den Rahmenbedingungen sicherlich etwas leiden, da Stahl und Aluminium ohnehin inzwischen in den USA Sonderzöllen unterliegen. Zumindest die Stimmung an den Märkten lässt massiv nach.

Der Kurs der Aktie ist allerdings in einem sehr starken Aufwärtstrend, der durchaus einige Dellen vertragen kann. Der Abstand zur sogenannten 200-Tage-Linie, einem Indikator für die langfristige Trendentwicklung, beläuft sich auf über 80 %. Ein besseres Signal für die innere Stärke eines Titels kann es nicht geben.

ThyssenKrupp: Die Rüstungsdebatte stärkt das Unternehmen noch

Der zweite Punkt, der ThyssenKrupp und die Politik von Donald Trump betrifft, ist die Diskussion um die Nato, die Ukraine und die Rüstung. Deutschland und die EU rüsten auf, das ist jetzt schon lange beschlossen (auch wenn bis dato nur die Rahmenbedingungen dazu vereinbart sind, d. h. die Schuldenfinanzierung).

Die ThyssenKrupp-Sparte TKMS baut Fregatten und U-Boote. Ich kann mir nicht vorstellen, dass TKMS keine hohen Auftragsvolumina gewinnt. Das berücksichtigt der Kurs der ThyssenKrupp-Aktie wahrscheinlich bei weitem noch nicht.

Auch hier dürfen sich Aktionäre bei Donald Trump und seiner Politik bedanken: Das Rad der Aufrüstung wird mit hoher Sicherheit nicht zurückgedreht. „Teuer“ in Bezug auf das eigene KGV von weit über 12 ist die Aktie dennoch. Angst vor dem Trump-Crash jedoch brauchen Sie hier nicht zu haben. Auch die Tech-Aktien, zumindest die großen Unternehmen, werden sich meiner Überzeugung nach ebenfalls erholen.

ThyssenKrupp: Kein Trump-Verlust! – WKN: 750000 – ISIN: DE0007500001

Quelle: https://fundamental.aktienscreener.com