Soli-Zuschlag bleibt – wichtig für Geldanleger

Soli-Zuschlag bleibt – wichtig für Geldanleger
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Eine bittere Nachricht für viele Steuerzahler kommt heute vom Verfassungsgericht. Der sogenannte Soli-Zuschlag bleibt, zumindest für die 10 % aller Steuerzahler, die heute noch belastet werden sollen. Die FDP hatte dagegen geklagt, weil der Zweck des Soli-Zuschlags schon 2020 mit der Deutschen Einheit inzwischen nicht mehr relevant wäre.

Das Verfassungsgericht sieht dies anders, was wiederum nicht zu kommentieren ist. Viel wichtiger für Sie sind aus meiner Sicht die Konsequenzen.

Soli-Zuschlag in der Geldanlage

Damit bleibt der Soli-Zuschlag auch in der Kapitalanlage erhalten. Sie zahlen auf die Kapitalerträge aktuell neben der Kirchensteuer auch noch 5,5 % der zu zahlenden Abgeltungsteuer.

Damit allerdings wird gleichzeitig der Vermögensaufbau erschwert, weil der Staat mehrfach die Hand aufhält. Auf der Ebene der Aktiengesellschaften zahlen Sie bereits Köperschafts- und Gewerbesteuern auf der Gesellschaftsebene – ausgehend von den Gewinnen, die festgestellt werden.

Dann zahlen Sie bei der Realisation der Gewinne bspw. durch Auszahlung der Dividenden noch einmal die Abgeltungsteuer und den darauf entfallenden Soli-Zuschlag. Die Union hat bislang davon gesprochen, sie wolle den Soli-Zuschlag ändern. Das ist aktuell kaum vorstellbar. Der Staat kassiert rund 12,5 Mrd. Euro pro Jahr. Effektiv heißt dies, dass Sie 25 % Abgeltungsteuer und etwa 1,3 % Abgeltungsteuer entrichten (dies sind 5,5 % der Abgeltungsteuer) – nebst Kirchensteuer. Sie sollten besonders hohe Ausschüttungen kassieren, um sich dies leisten zu können.

Dividendenstars kaufen – um per Saldo mehr zu haben

Sie sollten also demnach vor allem Dividendenaktien kaufen, die besonders zuverlässig viel zahlen. Dazu zählt meinem Verständnis nach die Münchner Rück. Die wird in gut fünf Wochen Dividenden ausschütten: 20 Euro pro Aktie sind eine neue Rekorddividende.

Entscheidend ist für Sie, dass dieses Unternehmen aller Voraussicht nach seine Dividende sogar Jahr für Jahr erhöhen wird. Wer über 10, 15, 20 Jahre diese Aktie gehalten hat, wird derzeit schon eine zweistellige Dividendenrendite bezogen auf den persönlichen Einstiegskurs erhalten.

Dann sind auch Abgeltungsteuern bzw. der zu zahlende Soli-Zuschlag wesentlich einfacher zu finanzieren. Achten Sie bei der Auswahl solcher Unternehmen und Aktien vor allem stets darauf, dass die Dividenden aus den Gewinnen finanziert werden und jedenfalls in der Regel steigen. Dies ist die sicherste Methode, um den Steuerärger zu reduzieren.

Münchner Rück: Gegen die Steuerbelastung  WKN: 843002 – ISIN: DE0008430026

Quelle: https://fundamental.aktienscreener.com