Douglas-Aktie: Krasser Einbruch nach neuer Prognose
Der Kurs der Douglas-Aktie ist zum heutigen Handelsstart um gut 20 Prozent abgestürzt und notiert mit etwas mehr als 11 Euro aktuell so niedrig wie nie zuvor (Stand: 21. März 2025, ca. 10 Uhr). Im letzten Frühjahr war die Parfümerie-Kette mit einem Ausgabepreis von 26 Euro zurück an die Börse gekommen.
Auch vor wenigen Wochen notierte das Papier noch über der Marke von 20 Euro. Doch nach den enttäuschenden Zahlen für das 1. Geschäftsquartal 2024/2024 Mitte Februar sowie der heutigen Gewinnwarnung ist die Douglas-Aktie um etwa 45 Prozent in den Keller gerauscht. Der Fokus liegt nun erstmal auf Sparmaßnahmen und Stabilisierung – für Anleger sind das kurzfristig keine guten Aussichten.
Douglas kappt die Prognose für das laufende Jahr
Bereits nach den teils enttäuschenden Q1-Zahlen hat das Unternehmen die Erwartungen gedämpft und das prognostizierte bereinigte EBITDA nur noch am unteren Ende der Spanne (855 bis 885 Millionen Euro) erwartet. Doch da sich die schwache Entwicklung offenbar auch im 2. Quartal fortsetzt oder gar verschärft, muss Douglas die Prognose für 2024/2025 jetzt vollständig kassieren.
Für das aktuelle Geschäftsjahr (per Ende September) plant der Konzern nun mit einem Umsatz von rund 4,5 Milliarden Euro (zuvor waren es 4,7 bis 4,8 Milliarden Euro). Die EBITDA-Marge soll bei 17 Prozent landen – das bereinigte EBITDA wird demnach bei etwa 765 Millionen Euro erwartet. Das Nettoergebnis prognostiziert Douglas nun bei rund 175 Millionen Euro nach zuvor 225 bis 265 Millionen Euro.
Das Unternehmen sieht eine Verschlechterung der Nachfrage und ökonomische wie politische Spannungen, weshalb die Planung für das laufende Jahr offenbar nicht mehr zu halten war. Douglas setzt nun auf Kostensenkungen und klare Priorisierungen – und ist optimistisch, dass sich die Branche auch wieder erholen wird.
Douglas-Aktie: Das sieht aktuell nicht gut aus
Der Einbruch ist enorm: Der Kurs der Douglas-Aktie ist innerhalb von etwa 5 Wochen um fast 45 Prozent abgesackt und der vorsichtige Optimismus vom Jahresende ist in weiter Ferne. Für Anleger bleibt aktuell eine Menge Unsicherheit. Denn mittelfristig ist nach dem krassen Einbruch zwar sicher auch Turnaround-Potenzial vorhanden.
Douglas ist überzeugt von seiner Omni-Channel-Strategie (stationärer Handel und Online-Handel) und will mittelfristig wieder auf den Wachstumspfad zurückkehren. Auf der anderen Seite sind kurzfristig weitere schlechte Nachrichten denkbar – derzeit überprüft das Unternehmen auch seine Mittelfrist-Ziele und will sich dazu bei den Q2-Zahlen im Mai äußern.

Quelle: https://aktienscreener.com