American Express: Ist die Aktie überverkauft?

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In den letzten Tagen zeigten sich die Börsen angesichts der neuartigen US-Zollpolitik recht nervös. Während die einen die Märkte dauerhaft im Sinkflug sehen, erkennen andere genau jetzt eine gute Chance, Aktien günstig einzukaufen. Werfen wir einen Blick auf die American-Express-Aktie, zunächst die Positionierung am Markt und die fundamentalen Daten, dann die Charttechnik.

American Express: Premium-Anbieter unter den Kreditkartenunternehmen!

Der Zahlungsdienstleister hebt sich durch seine Premium-Strategie, ein geschlossenes System und eine zahlungskräftige Kundschaft von der Konkurrenz ab. Im Gegensatz zu Visa und Mastercard, die primär als Vermittler agieren, gibt American Express seine Karten selbst aus und kontrolliert die gesamte Zahlungsabwicklung.

Das Unternehmen konzentriert sich auf wohlhabende Kunden, die überdurchschnittlich hohe Umsätze generieren, was es für Händler besonders attraktiv macht. Zudem bietet das geschlossene System mehr Kontrolle und ermöglicht gezielte Expansion in neue Märkte. Umsatz und Gewinn steigen seit 2021 im Gleichschritt und auch die Prognosen lassen weiteres Wachstum erwarten.

Unternehmensentwicklung American Express | Quelle: aktienscreener.com

Aufwärtstrend gebrochen – was tun?

Charttecchnisch gefällt das Wertpapier momentan weniger. Kurz nach dem Antritt Donald Trumps zur zweiten Präsidentschaft gab es noch ein Allzeithoch, Mitte Februar aber rutschte die American-Express-Aktie unter die gleitenden Durchschnitte. Die Bärenflagge im März ließ einen weiteren Abverkauf erahnen. Dieser kam dann auch sehr zuverlässig!

Bei einem kurzfristigen Unterschreiten des Tiefs vom März können Sie nun die überverkaufte Konstellation nutzen und einen Long Trade in Richtung der gleitenden Durchschnitte wagen. Erst wenn die Aktie wieder über diesen beiden Linien notiert, sollten Sie wieder über längerfristige Engagements nachdenken.

American Express (ISIN US0258161092) – 1 Jahr im Tageschart | Quelle: aktienscreener.com

Fazit

Die Bärenflagge hat den anschließenden Abverkauf perfekt angekündigt, was wieder einmal zeigt, dass Chartbilder oft einfacher zu interpretieren sind als politische Botschaften.